Blog-Archiv 2017

 

Ein Meileinstein ist erreicht! Die vorläufig letzte Lieferung digitaler Kirchenbücher erreicht das Kirchenbuchportal

Heinrich Löber schrieb am 20.12.2017
Diese Metadaten werden auch in Archion den einzelnen Büchern zugeordnet
Jahrelange tägliche Arbeit hat ein vorläufiges Ende gefunden, nämlich die Kontrolle digitalisierter Kirchen- und Familienbuchdateien für eine Veröffentlichung im Kirchenbuchportal.
Mit dem heutigen Tage verließen die letzten 944 Dateien unser Archiv.
Was fehlt noch? Insgesamt steht noch die Lieferung von 137 Dateien an, die bisher nur fehlerhaft vorliegen und so nicht veröffentlicht werden können. Anfang 2018 werden wir den Auftrag für eine Neuerstellung erteilen. Des Weiteren fehlen ca. 30 Dateien von Familienbüchern, die derzeit digitalisiert werden und Anfang 2018 an uns geliefert werden. Erst wenn alle diese Dateien erstellt bzw. kontrolliert wurden, kann von einem endgültigen Abschluss geredet werden. Zudem werden weitere Familienbücher, die an unser Archiv abgegeben werden, ebenso für eine Digitalisierung aufbereitet. Das passiert aber erst, wenn eine akzeptable Stückzahl erreicht ist.
Bis Archion die heute gelieferten Bücher veröffentlicht, wird noch geraume Zeit verstreichen. Die Kirchenbuchportal GmbH teilt täglich unter dem Button „News“ mit, welche Kirchenbücher online gestellt wurden, so dass man den Verlauf verfolgen kann.
Letztes Jahr (23.12.2016) hatten wir an dieser Stelle geschrieben: Seitens unseres Archivs ist es geplant, Ende 2017 dieses große Projekt abgeschlossen zu haben. In einem Jahr können wir hoffentlich davon berichten. Schön, dass das geklappt hat!
Wir halten Sie auf dem Laufenden, wenn auch die o. g. Dateien freigegeben werden und damit der Gesamtbestand geliefert ist.
In Erinnerung sei hier nochmals gebracht:
  • Archion steht in unserem Lesesaal zur Verfügung: Gegen Entrichtung der Tagesgebühr kann auch hier Einsicht genommen werden. Bitte dafür einen Platz reservieren.
  • Bücher nach dem Stichjahr (1870 bzw. 1876 - die Archion nicht veröffentlicht) können in unserem Archiv recherchiert werden. Das Findmittel zu dieser Komplettüberlieferung haben wir als PDF veröffentlicht (am Ende der Seite).
  • Die genannten 137 fehlerhaften Digitalisate sind nicht gesperrt, sondern können ebenso in unserem Lesesaal (als Film) eingesehen werden.
 

Nachlass der Pfarrerin und Frauenhistorikerin Hilde Bitz (1929-2017) übernommen

Heinrich Löber schrieb am 14.12.2017
Bitz bei einer Taufe in der Paul-Gerhardt-Kirche Mannheim (1980) [aus 150.113]
Hilde Bitz bei einer Taufe in der Paul-Gerhardt-Kirche Mannheim (1980) [LkA KA, 150.113, Nr. 1294]
Das Landeskirchliche Archiv hat den Nachlass der Pfarrerin und Frauenhistorikerin Hilde Bitz (1929-2017) übernommen. Sie war die erste gleichberechtigte Frau in einem Pfarramt unserer Landeskirche (1971) und hat damit Kirchengeschichte geschrieben.
Diese Tatsache hat sie ihr Leben lang beschäftigt: So ist sie Verfasserin zahlreicher Veröffentlichungen zur Geschichte der Frau im geistlichen Amt sowie etlicher Lebensbilder von Theologinnen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aber auch durch Vortragstätigkeit ist sie in Erscheinung getreten.

Dementsprechend beinhaltet der übernommene Nachlass Unterlagen zur badischen Frauengeschichtsschreibung, zum Konvent evangelischer Theologinnen in Deutschland (u.a. Tagungsteilnehmerlisten, gedruckte Theologinnenverzeichnisse) und in Baden, zur Geschichte der Frau im geistlichen Amt und Vortragsmanuskripte. Aber auch Unterlagen zum 50jährigen Jubiläum der Paul-Gerhardt-Kirche Mannheim, zum Weltgebetstag, zu Bibelwochen, den Themenkomplexen ‚Frau und Sexismus und ‚Bio-Ethik'', zum Missbrauchsskandal an der Odenwaldschule sowie Korrespondenzen und Forschungsunterlagen zu Persönlichkeiten der Zeitgeschichte, v. a. zu einzelnen ‚frühen' evangelischen Theologinnen, sind enthalten. Zudem finden sich ein Fotoalbum, berufliche Unterlagen, Dissertation (1919) und Promotionsurkunde der Theologin Grete Gillet (1895-1970). Des Weiteren bilden Zeugnisse, Urkunden (auch von Doris Faulhaber, mit der sie eine Lebensgemeinschaft bildete - vgl. Nachlass 150.106), Korrespondenzen, Fotoalben (Reisen 1950-1962, u.a. vom Kirchentag Berlin 1961), einzelne Fotos (u.a. als Kind, Pfarrerin, beim 70. Geburtstag und von Doris Faulhaber), Post zum 80. Geburtstag, Amtskalender 1956-2016, Notenheftchen des Elisabethgymnasium (1963), Gottesdienstprogramme des Diakonissenmutterhauses Mannheim (1984/85) ein beredtes Zeugnis ihres Lebens. Ihre Bibel und ihr NT Graece sowie ihr Talar mit Beffchen, Krägen, Barett lassen ihr geistliches Wirken greifbar werden; der Büchernachlass ist in die Landeskirchliche Bibliothek übergegangen.

Der Nachlaß hat die Signatur 150.113, einen Umfang vom 1,7 lfm und eine Laufzeit von (1919) 1946 bis 2017. Es ist geplant, diesen Nachlass zeitnah zu erschließen, um ihn der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Allerdings wird er aufgrund personenbezogener Daten nur mit Antragstellung auf Verkürzung der Schutzfristen benutzbar sein.

 

Ein Unterschied wie Tag und Nacht

Heinrich Löber schrieb am 27.11.2017
gereinigtes Lesegerät
Wieder gereinigt - eines der Lesegeräte im Lesesaal.
Am heutigen Tage wurden beide Mikrofilmlesegeräte unseres Lesesaals gewartet und dabei einer Grundreinigung unterzogen. Nach einem Jahr war eine solche Reinigung fällig und das Ergebnis ist wieder einmal bemerkenswert!
Nun kann eine Recherche eigentlich nur noch an einer ggfls. schlechten Verfilmung scheitern, keinesfalls aber am Zustand der Geräte ...
Überzeugen Sie sich selbst!
 

Digitalen Datenträger nicht dabei?

Heinrich Löber schrieb am 6.11.2017
USB-Stick LkA KA
So sieht er aus, der USB-Stick des Landeskirchlichen Archivs
Ab sofort ist so ein Fall unkompliziert lösbar. Wenn Sie digitale Reproduktionen mitnehmen wollen, aber keinen Datenträger im Gepäck haben, können Sie einen USB-Stick mit dem Landeskirchlichen Logo und der Aufschrift "Landeskirchliches Archiv Karlsruhe" bei Ihrem Besuch im Lesesaal des Archivs erwerben. Er hat eine Speicherkapazität von 4 GB und kostet 6 EUR.
 

Weitere 200 Familienbücher und Registerbände verfilmt und digitalisiert

Heinrich Löber schrieb am 20.10.2017

Familienbücher
Familienbücher und Register zu Kirchenbüchern wie sie lange in der Präsenzbibliothek standen, nun aber "nur noch" verfilmt bzw. als Digitalisate einsehbar sind.
Die Anfang des Jahres zur Verfilmung und Digitalisierung abgegebenen knapp 200 Familienbücher und Registerbände (zu älteren Kirchenbüchern) sind nun zurückgekehrt und stehen ab sofort wieder für eine Einsicht zur Verfügung. Allerdings nicht mehr als Original im Lesesaal, sondern auf Mikrofilm. Nach einer Kontrolle der Digitalisate werden die Bücher (mit einer Laufzeit bis 1876) in einem nächsten Schritt an die Kirchenbuchportal GmbH geliefert und anschließend online gestellt. Damit sind sie auch am PC im Lesesaal des Landeskirchlichen Archivs Karlsruhe einsehbar. Aber bis zu einer Online-Einsicht wird noch eine geraume Zeit verstreichen (Ende 2018) und man wird bis dahin mit den Mikrofilmen vorliebnehmen müssen.

Um welche Bücher es sich dabei handelt, können Sie dem Findbuch Kirchen-, Familien-, Israelitische Standesbücher (Verfilmungen) entnehmen, welches wir als PDF auf unserer Website veröffentlicht haben. Es handelt sich dabei um die Bücher der Filmnummern 1288 bis 1341 (problemlos auffindbar mit dem Suchfunktionsfeld).

Zeitgleich wurden weitere 26 Familienbücher zur Verfilmung und Digitalisierung abgegeben. Das sind Bücher, die in den letzten Monaten als Deposita an unser Archiv abgegeben wurden und bislang nicht mikroverfilmt vorlagen. Auch diese Bücher sind im Findbuch Kirchen-, Familien-, Israelitische Standesbücher (Verfilmungen) aufgeführt und  mit der Bemerkung ‚Derzeit zur Verfilmung/Digitalisierung abgegeben‘ versehen, so dass der interessierte Nutzer von der Existenz jener Bücher Kenntnis erhält.

Die verfilmten und digitalisierten Familienbücher werden aus Gründen der Bestandserhaltung fortan im Magazin aufbewahrt und nur in begründeten Ausnahmefällen vorgelegt.
 

Ein junges Pfarrarchiv ist erschlossen ...

Dr. Tabea Mußgnug schrieb am 11.10.2017

Karlsdorf Heimatmuseum
Das Wahrzeichen von Karlsdorf: Das ehemalige Rathaus und heutige Heimatmuseum
... und zwar das Pfarrarchiv Karlsdorf-Neuthard-Forst. Die ältesten Akten stammen aus der Mitte der 1960er Jahre. Das hängt damit zusammen, dass die Pfarrei in ihrer heutigen, dreigliedrigen Form erst seit 1978 besteht. In jenem Jahre wurde sie in diesem genuin katholischen Gebiet als Sitz der Pfarrstelle IV von Bruchsal gegründet und ist seit 1983 eine eigenständige Kirchgemeinde Karlsdorf-Neuthard-Forst.

Die Gründung des Ortes Karlsdorf ist übrigens außergewöhnlich: 1813 beschlossen die Einwohner des alten Dorfes Dettenheim, das immer wieder vom Rheinhochwasser heimgesucht wurde, dass es so nicht mehr weitergehen konnte. Sie baten Großherzog Karl von Baden um einen Ort, an dem sie eine neue, vor Überschwemmungen sichere Heimat finden konnten und bekamen die Erlaubnis, auf der Gemarkung Altenbürg ihr neues Dorf aufzubauen. So zog das ganze Dorf um, inklusive der in ihre Einzelteile zerlegten Fachwerkhäuser und Scheunen, die im neuen Dorf wieder aufgebaut wurden. Und zum Dank benannten die ehemaligen Dettenheimer ihren nagelneuen Ort nach Großherzog Karl: Karlsdorf.
 
 

Erdbeben in Dühren und andere Ereignisse ...

Dr. Tabea Mußgnug schrieb am 23.08.2017

Chronik Dühren (Erdbeben am 16.11.1911)
In der Chronik Dühren (1902-1919, 1950-1956) wird von einem Erdbeben am 16. Nov. 1911 berichtet, das natürlich den ganzen Ort - im Wortsinne - bewegte [LkA KA, 044. Dühren, Nr. 209]
... überliefert das Pfarrarchiv Dühren, welches nun erschlossen wurde. Es hat eine beeindruckend lange Laufzeit, denn das älteste Blatt Papier stammt aus dem Jahr 1630, das jüngste von 2014.

Ein besonderer Fund im Archiv ist die „Chronik der evangelischen Kirchengemeinde Dühren“. Sie wurde handschriftlich 1902 begonnen und bis 1956 mit Auslassung der Jahre 1920-1950 geführt. Sie erzählt von den kleinen und großen Ereignissen in Dühren: Pfarramtswechsel, die Gründung des Frauenvereins oder gelungene Jugendgottesdienste finden darin ihren Platz; Mädchen, die sich für den Beruf der Krankenschwester entschieden haben, werden stolz erwähnt. Vom Erdbeben am 16. November 1911 ist die Rede, bei dem man glaubte „die Wände wollten über einem einstürzen“ und davon, dass sich das ganze Dorf auf den Straßen versammelte, um das Erlebnis miteinander zu besprechen. Es gab wohl nicht wenige, meint der Chronist, die dieses Erdbeben im Nachhinein als Vorzeichen der Katastrophe des Ersten Weltkriegs sahen. Die Chronik erzählt dann auch vom Ausbruch dieses Krieges 1914; beschreibt ausführlich, wie dieses Großereignis auch das kleine Dühren betraf und listet die Vermissten und Gefallenen des Ortes auf – nicht nur mit Namen, sondern mit einer ganzen kleinen Biografie. So spannt die Chronik den Bogen vom Mikrokosmos des Dorflebens zu den großen europäischen Geschehnissen der Zeit. Ein tolles Stück Geschichte!
Es ist geplant, diese Chronik zu verfilmen und zu digitalisieren, so dass sie nach der Rückkehr des Pfarrarchivs ins Pfarramt, im Lesesaal des Landeskirchlichen Archivs als Reproduktion recherchierbar ist.
 

ARCHION veröffentlicht englischsprachigen Imagefilm

Heinrich Löber schrieb am 1.08.2017

Logo des Kirchenbuportals Archion
Pünktlich zur International Germanic Genealogy Conference (IGGC), einer internationalen Tagung für deutsche Genealogie, die vom 28. bis 30. Juli 2017 in Minneapolis stattfand, präsentierte die Kirchenbuchportal GmbH einen englischsprachigen Clip auf Youtube.

Der Imagefilm wendet sich an Familienforscher und solche, die es werden wollen. Anschaulich und leicht verständlich werden die Möglichkeiten, die das Portal mit seinen online gestellten Kirchenbüchern seit reichlich zwei Jahren bietet, in einer Geschichte verpackt erzählt: Mrs. Smith aus den USA möchte mehr über ihre deutschen Vorfahren wissen. Mit Archion taucht sie in ihre Familiengeschichte ein. Drei Ereignisse lassen ihre Wurzeln aufscheinen: Die Taufe ihres Vorfahren Johann Friedrich Grabbe 1848 in Hamburg, bevor er mit seinen Eltern das Schiff nach Amerika betritt; die Hochzeit seiner Eltern 1847 in Neustadt sowie die Beerdigung seines Großvaters 1820 in Altdorf. Die ständig wachsende Zahl der zur Verfügung gestellten Kirchenbücher eröffnen Mrs. Smith und allen Neugierigen beste Konditionen, die eigenen Wurzeln online zu entdecken.

ARCHION-Clip (engl.)

Das deutschsprachige Pendant befindet sich im Produktionsprozeß und wird auf dem 27. Norddeutschen Kirchenarchivtag in Hofgeismar am 11./12.09.2017 vorgestellt und ebenfalls auf Youtube eingestellt werden.

Für die Herstellung der beiden Clips konnte die Trickfilmklasse der Kunsthochschule Kassel gewonnen werden. Damit findet die erfolgreiche Kooperation mit dem Verband kirchlicher Archive in der AABevK aus dem letzten Jahr eine Fortsetzung. Damals hatte die Trickfilmklasse den Imagefilm der evangelischen Archive kreiert. Der Clip wurde in den letzten zehn Monaten knapp 14.000 mal aufgerufen.

Na, neugierig geworden?

 

Nachlaß von Pfarrer Gerhard Möckel (1924-2004) übernommen

Heinrich Löber schrieb am 21.07.2017
Möckel, Gerhard (mit Fam. Heiner Schmidt, Athen um 1955) [aus 150.112, Buch der Freunde, 1989]
Pfarrer Möckel bei einer Familienfeier in Athen (um 1955) [LkA KA, 150.112, Buch der Freunde (1989)]
Mit 55 Jahren trat Gerhard Möckel im Jahre 1979 als Studentenpfarrer in Heidelberg in den Dienst der Badischen Landeskirche. Sein Lebensweg und -werk zeigen schnell, warum sein Nachlaß eine wichtige Ergänzung der landeskirchlichen Überlieferung und ein außerordentliches Zeugnis der Kirchengeschichte der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts darstellt:
Als Sohn des siebenbürgischen Pfarrers Dr. Konrad Möckel wurde er in Hermannstadt geboren, besuchte das Honterus-Gymnasium Kronstadt, war 1944/45 Kriegsteilnehmer und in englischer Gefangenschaft. Von 1945 bis 1952 studierte er in Bethel, Göttingen und Basel Theologie und wurde 1953 Pfarrer der Deutschen-evang. Gemeinde in Athen. Ab 1958 leitete er Einsätze mit Gruppen der ‚Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste (ASF)‘. Im Jahre 1962 wechselte Möckel als Leiter der Evang. Akademie nach Berlin (West) und trat 1967 als Pfarrer in Berlin-Dahlem den Dienst an. 1972 bis 1976 war er zugleich ehrenamtlicher Vorsitzender der ‚Aktion Sühnezeichen‘ in Deutschland. Von 1979 bis 1987 hatte Möckel das Studentenpfarramt in Heidelberg inne und trat 1989 in den Ruhestand. Durch die politische Wende ermöglicht wagte er 1991 einen Neuanfang und ging mit seiner Frau in seine Geburtsstadt nach Hermannstadt, wo er noch im selben Jahr die Evang. Akademie Siebenbürgen (EAS) gründete. Bis 1999 war Möckel deren Leiter. In diese Zeit fiel auch die Grundsteinlegung für das Hans-Bernd-von-Haeften-Haus (1997). Möckel erfuhr für sein Lebenswerk die Auszeichnung ‚Freund der Hellenen‘ durch die Universität Athen (1996) sowie die Ehrenmitgliedschaft der Bürgerrechtsbewegung ‚Liga pro Europa‘ in Rumänien.
In zweiter Ehe war Gerhard Möckel mit Dorothea geb. Koch verheiratet, einer Tochter von Hans Koch, der als Rechtsanwalt und Notar in Berlin Verteidiger Martin Niemöllers (1938) und mitbeteiligt an den Vorbereitungen des Attentats auf Hitler war. Hans Koch wurde in den letzten Kriegstagen im April 1945 erschossen.
Der Nachlaß hat die Signatur 150.112 und umfasst 1,8 lfm. mit einer Laufzeit von 1947 bis 2002. Er spiegelt das vielseitige und umfassende Wirken von Möckel wider: Neben seinen Seminar- und Examensarbeiten, Unterlagen zu einer Reise mit dem Predigerseminar nach Holland (Okt. 1951) finden sich v. a. Unterlagen zu seiner Zeit als Leiter der Evang. Akademie Berlin-West (eigene Tagungen), als Pfarrer in Berlin-Dahlem (Predigten, Konfirmandenarbeit, Rumänienreise 1969) sowie Studentenpfarrer in Heidelberg (Predigten 1979-1987, besond. Gottesdienste 1983-1987, ESG-Programme 1979-1988 und Zeitschriften 1982-1987, Gedenktafel für Max Weber, AK Juden-Christen 1981-1985, Mitarbeiterkreis, Satzung, Memorandum 1983-1985, Konflikte 1985-1987, Studentenprozesse 1980-1984, Texte/Plakate aus den „wilden Jahren“, Peterskirchenkapitel 1978-1987, Pfarrkonvent, -konferenz 1978-1986, dienstl. u. Korrespondenz mit Studenten 1980-1987, ‚Peterskirchen-Konflikt‘ 1986/87, Protokolle Ausländerkomitee 1980-1986, Rumänien- (1981), Polenreise 1984). Vor allem diese Heidelberger Unterlagen sind gut überliefert und zeigen das Ringen und die Kämpfe um und mit der Studentenschaft der 1980er Jahre.
Des Weiteren enthält der Nachlaß Rundfunkandachten 1965-1998, Korrespondenz betr. Rumänien 1960-1974, Unterlagen zur 'Aktion Sühnezeichen' 1973, 1975, 1983-1990; Sitzungen und Tagungen des Hilfskomitees der Siebenbürgersachsen (HiKo) sowie die Briefwechsel und Auseinandersetzungen (1962-1999); Presseberichte Siebenbürgen 1965-2002; Protokolle, Briefwechsel, Unterlagen Evang. Freundeskreis Siebenbürgen (EFS) 1965, 1981-1998; Bundesverdienstkreuzverleihung an Hans Philippi 1972. Zudem sind eigene theologische Arbeiten (1961-1979) enthalten, v. a. Unterlagen zum Kirchenkampf, den Juden und den NS in Rumänien, zu Hermann Oberth (1894-1988), Richard Wurmbrand und die Märtyrerfrage (1969-1973). Aber auch die Planung und die Anfänge der EAS in Hermannstadt sind überliefert. Mehrere Akten von Predigten anderer Prediger sind enthalten. Ein besonderes Stück ist das 'Buch der Freunde zum 65. Geburtstag', das neben persönlichen Worten und zahlreichen Bildern und Fotos auch ein Namensregister enthält, was den großen Freundes- und Bekanntenkreis von Möckel vor Augen führt.
Auch Druckschriften finden sich: Landeskirchl. Informationen der Evang. Kirche A.B. in Rumänien 1995-1997 sowie Nachrufe auf Möckel in: Zugänge 32 (2004), 33 (2005), zeichen Nr. 3/2004 und eigene Veröffentlichungen: Fatum oder Datum? Aufsätze und Briefe. 1997; Siebenbürg.-Sächs. Geschichte in ihrem neunten Jahrhundert. Gespräch in der Zerstreuung. 1977; Rundbriefe aus Hermannstadt. 2007.
Es ist geplant, diesen Nachlaß zeitnah zu erschließen, um ihn besser recherchierbar zu machen. Der Nachweis, ein Biogramm und eine Bestandsbeschreibung finden sich in der Nachlassdatenbank des Bundesarchivs.
 

Zahlreiche weitere Kirchenbücher gehen online

Heinrich Löber schrieb am 18.07.2017
Logo des Kirchenbuportals Archion
Nachdem in den letzten Wochen und Monaten tausende Kirchenbücher der Württembergischen, Berlin-Brandenburgischen, Norddeutschen (Kirchenkreis Mecklenburg mit seinen Kirchenbüchern der ehemaligen Evang.-Luth. Kirche Mecklenburgs) und Bayerischen Landeskirche sowie des Landesarchivs Speyer (kathol. Kirchenbücher Landstuhl und Dirmstein) durch die Kirchenbuchportal GmbH veröffentlicht wurden, ist nun wieder unsere Landeskirche an der Reihe. Damit kommt man dem Ziel peu à peu näher, die bislang 6.660 gelieferten (von insgesamt 7.400) Kirchenbüchern unserer Landeskirche zu veröffentlichen. Es handelt sich dabei um die Bücher der Filme 1 bis 1086. Das Findmittel zu den Verfilmungen haben wir als PDF veröffentlicht, so dass die interessierten Nutzer sich selbst ein Bild darüber verschaffen können, welche Kirchenbücher welcher Gemeinden bereits geliefert wurden bzw. ab Film 1086 noch folgen werden.
Archion veröffentlicht täglich unter dem Button „News“, welche Kirchenbücher online gestellt wurden, so dass man den Verlauf verfolgen kann.

Derzeit arbeitet unser Archiv daran, die verbliebenen reichlich 700 Dateien von Kirchenbüchern zu prüfen und anschließend an die Kirchenbuchportal GmbH zu liefern. Anschließend folgen die (derzeit) 359 Familienbücher, die als Deposita im Landeskirchlichen Archiv aufbewahrt werden. Diese werden im Moment verfilmt und digitalisiert. Eine Einsicht in diese Bücher wird dann im Lesesaal „nur noch“ als Film (bzw. in naher Zukunft an Benutzer-PC‘s) stattfinden. Oder durch die Kirchenbuchportal GmbH, der die Familienbücher auch geliefert werden und die ja den von den Benutzerzeiten unabhängigen Zugriff am heimischen Rechner bietet ...

Als letzter Schritt werden fehlerhafte Dateien nachgearbeitet. Es handelt sich hierbei um (derzeit) 116 Dateien (= Bücher). In Archion werden dann - so ist die Planung - in der ersten Jahreshälfte 2018 alle Bücher veröffentlicht vorliegen.

Neu ist übrigens im Lesesaal unseres Archivs die Nutzung des Kirchenbuchportals gegen Zahlung der herkömmlichen Tages- und Reprogebühren. Dafür ist es nötig, bei der Terminvereinbarung den 'PC-Platz' zu reservieren. Die Vorteile darin bestehen:

  • ohne Registrierung das Portal testen zu können;
  • dabei die Kosten gering(er) zu halten;
  • Landeskirchengrenzen überschreitend recherchieren zu können.
 

Fachtagung zum kirchlichen Archivwesen

Heinrich Löber schrieb am 22.06.2017
GruppenbildSüdschienentagungSpeyer2017
Tagungsteilnehmer vor dem Zentralarchiv der Evangelischen Kirche der Pfalz in Speyer
Um neue Herausforderungen im kirchlichen Archivwesen ging es bei der so genannten 'Südschienentagung' am 19./20.06.2017 in Speyer. Dort trafen sich 45 Mitarbeiter süddeutscher evangelischer Kirchenarchive, darunter einige Vertreter anderer Archive (Bistumsarchiv und Stadtarchiv Speyer, Archiv im Evang.-Luth. Oberkirchenrat Oldenburg), die der Einladung der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) zur 26. Zusammenkunft dieser Art gefolgt waren.
Auf der Tagesordnung standen aktuelle Fragen und Probleme der Archivpflege, der Bewertung, des "digitalen Wildwuchses" sowie der Möglichkeiten des Einsatzes von Ehrenamtlern in kirchlichen Archiven.
Dass Archive nicht mehr nur eingestaubte Urkunden- und Dokumentensammlungen seien, sondern ihr Schwerpunkt auf modernem Informationsmanagement liegen müsse, kam dabei mehrfach zur Sprache. "Archive müssen Wege finden, [...] Informationen zeitgemäß an die Nutzer heranzutragen." sagt Archivdirektorin Dr. Gabriele Stüber vom gastgebenden Zentralarchiv in einem Interview mit dem Öffentlichkeits- und Pressereferat der Evangelischen Kirche der Pfalz und verwies dabei auf die Notwendigkeit kompetenter Beratung sowie die zunehmende Anzahl von Online-Findmitteln und Handreichungen im Internet.
 

Pfarrarchiv Neckargerach ist nun zugänglich

Dr. Tabea Mußgnug schrieb am 6.06.2017

Neckargerach Kirche
seitl. Straßenansicht der evang. Kirche Neckargerach
In den letzten zwei Monaten wurde das Pfarrarchiv von Neckargerach verzeichnet: 464 Akten aus den Jahren zwischen 1729 und 2014.

Dieser Ort im Odenwald, der erst seit 1700 das Neckar-  vor dem –gerach trägt, hat eine wechselvolle Pfarreigeschichte. Im Zuge des Pfälzischen Bekenntniswechsels 1556 zog der Protestantismus auch in Neckargerach ein, eine evangelische Kirche wurde allerdings erst 1729 erbaut. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte Neckargerach oft die Filialgemeinden: Zwingenberg, Lindach, Guttenberg, aber auch Strümpfelbrunn und Schollbrunn – sie alle waren einmal oder mehrmals Filialgemeinden von Neckargerach. Ganz schön anstrengend, diese Dörfer alle zu versorgen. Bevor sich Pfarrer ein eigenes Auto leisten konnten, hieß das: viele Fußmärsche. So konnte das Pfarrersein eine körperlich sehr herausfordernde Arbeit werden. In den 1950er Jahren endlich, das geht aus den Akten hervor, leistete sich der Diakon ein eigenes Auto. Welche Erleichterung!
 

Müttererholung in Baden: Neuer Bestand erschlossen

Johanna Schauer-Henrich schrieb am 31.05.2017

Mütterkurheim Flyer Variante 1

Infoblätter der Mütterkurhäuser Baden-Baden und Hinterzarten (120.13, Nr. 11)

Vor kurzem wurde die Bearbeitung des Bestandes Mütterkurhäuser Baden-Baden und Hinterzarten abgeschlossen. Es handelt sich um einen kleinen, aber feinen Bestand, der Einblicke in fast 50 Jahre Müttererholung innerhalb der Badischen Landeskirche gibt. In Baden-Baden und Hinterzarten befanden sich die beiden Mütterkurhäuser, in denen seit den 1950er Jahren zahllose Erholungskuren für erholungsbedürftige Frauen und Mütter angeboten wurden. Seit Beginn der 2000er Jahre befinden sich die beiden Häuser nicht mehr im Besitz der Badischen Landeskirche, die sich gleichwohl weiterhin im Bereich der Müttererholung engagiert.

 

Mütterkurheim Schild

Metallplatte des Mütterkurhauses in Hinterzarten, die anlässlich der Einweihung des Um- und Erweiterungsbaus 1990 angebracht wurde (120.13, Nr. 31)

Der Bestand wurde dem Landeskirchlichen Archiv Karlsruhe Anfang dieses Jahres von den Evangelischen Frauen in Baden übergeben, die für die Verwaltung der Erholungsheime bis zu deren Verkauf zuständig waren. Er enthält neben Unterlagen zur Verwaltung, Konzeption und Ausrichtung der Häuser auch zahlreiche Dokumente, die den Kuralltag illustrieren, zum Beispiel Gästebücher, Briefe von Kurteilnehmerinnen sowie Fotos. Soweit keine datenschutzrechtlichen Vorgaben entgegenstehen, kann der Bestand im Lesesaal des Landeskirchlichen Archivs genutzt werden. Wer sich eingehender mit der Geschichte der beiden Häuser beschäftigen möchte, dem sei das neu entstandene Findbuch ans Herz gelegt.  Weitere Informationen zur Geschichte der Müttererholung in Baden gibt es außerdem hier.

 

Nachlass 72 Jahre nach dem Tode übernommen

Heinrich Löber schrieb am 23.05.2017
Heinrich, Karl (lesend, um 1940) [aus 150.111]
Pfarrer Karl Heinrich (1907-1945) lesend
In diesen Tagen wurde der Nachlass von Pfarrer Karl Heinrich dem Landeskirchlichen Archiv übergeben. Pfarrer Heinrich ist bei einem Fliegerangriff auf Wollseifen (Eifel) in den letzten Kriegsmonaten am 21.01.1945 gefallen. Er hinterließ seine Ehefrau und vier Kinder. Die älteste Tochter hat nun - 72 Jahre später - unser Archiv wegen einer Übernahme angefragt.
Pfarrer Heinrich, der in Weiler bei Villingen seinen Dienst tat, kann stellvertretend für eine gesamte Generation stehen, die den Krieg nicht überlebt hat und deren Schicksal bis heute nachwirkt.
Der Nachlaß enthält Unterlagen aus dem dienstlichen und privaten Leben: Zeugnisse, Seminararbeiten, -predigten u. a. Schul- und Studienunterlagen, Predigten und Kasualansprachen, Vorträge (u.a. über die Melanchthonstifte), ein Krippenspiel aus dem Jahre 1942, die Familienchronik seiner Eltern aus Mosbach, Korrespondenz (auch Feldpostbriefe) mit seiner Braut und Ehefrau (1929-1945), Briefe an seine Mutter (1932) sowie etliche Fotos, darunter ein Porträtfoto, als Soldat und Bläser (u.a. beim Blasen zur Vereidigung 1941) und vom Stiftlertreffen Wertheim (1921, 1927). Des Weiteren finden sich eine Gratulation der Stiftler in Heidelberg zur Verlobung, wo Heinrich während seines Studiums als Präzeptor gearbeitet hat (mit Zeichnung, 1933) sowie die Todesanzeige und Beileidsschreiben.
Der Nachlaß ist der 111. Nachlaß in unserem Archiv (Sign. 150.111), er umfasst 0,4 lfm. und hat eine Laufzeit von 1921 bis 1946. Er wird hoffentlich zeitnah erschlossen werden können, um ihn besser recherchierbar zu machen. Einsehbar ist er allerdings schon jetzt, denn die Schutzfristen sind nach 72 Jahren überschritten. Den Nachweis, ein Biogramm und eine Bestandsbeschreibung finden sich in der Nachlassdatenbank des Bundesarchivs.
Die zahllosen enthaltenen Briefe zwischen ihm und seiner Braut und späteren Ehefrau sind ein Zeugnis einer Liebe in schweren Jahren.
 

„Mit Gott im Tor“ - Sammlung Kirche und Sport ab sofort im Lesesaal zugänglich

Johanna Schauer-Henrich schrieb am 15.05.2017

Gesamtansicht Ordner 197.01. Sammlung Sternberg
Ursprünglich befand sich die Sammlung Kirche und Sport in diesen Ordnern. Bei der Archivierung wurden sie entnommen und in alterungsbeständige Mappen und Boxen verpackt.
Nicht erst seit dem „Sommermärchen“, der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland 2006, geraten die quasi-religiösen Facetten von Sport und sportlichen Großereignissen immer wieder in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Das Spannungsfeld Religion und Sport ist das zentrale Thema des Arbeitskreises Kirche und Sport der Evangelischen Kirche, der auch in der Badischen Landeskirche vertreten ist. Die Tätigkeit des Arbeitskreises in Baden spiegelt sich wider in der Sammlung Kirche und Sport, die das Landeskirchliche Archiv Karlsruhe letztes Jahr übernommen und inzwischen für die Benutzung erschlossen hat.

Angelegt hat die Sammlung Pfarrer Dr. Torsten Sternberg, der von 1996 bis 2003 Vorsitzender des Arbeitskreises Kirche und Sport Baden war. Sternberg, selbst passionierter Sportler, legte die Sammlung ursprünglich im Zuge der Recherchen zu seiner Doktorarbeit an, Sport mit Leib und Seele. Bestandsaufnahme und Perspektive evangelischer Sportarbeit, 1993 erschienen. Kirche und Sport blieben auch nach Abschluss der Promotion zentrales Anliegen Sternbergs und so wuchs die Sammlung weiter. Es findet sich darin viel Literatur zum Thema, aber auch Unterlagen zu verschiedenen Gremien, Vereinen und Verbänden, Magazine und Dokumentationen zu sportlichen Großveranstaltungen aus kirchlicher Perspektive. In der Vergangenheit wurde die Sammlung bereits mehrfach von Studierenden aus Theologie und Sportwissenschaft zur Recherche benutzt. Die Abschlussarbeiten, die daraus entstanden sind, haben ebenfalls Eingang in die Sammlung gefunden. Wer sich einen Überblick über die Sammlung verschaffen möchte, werfe einen Blick in das Findbuch. Sie deckt einen Zeitraum von den 1960er Jahren bis zum Beginn der 2000er Jahre ab. Das Reinschauen lohnt sich – nicht nur für Sportbegeisterte!
 

Weitere 1.000 badische Kirchenbücher gehen seit gestern online

Heinrich Löber schrieb am 11.04.2017

Logo des Kirchenbuportals Archion
Jetzt ist es soweit: Die Ende 2016 an das Kirchenbuchportal (www.archion.de) gelieferten 1.000 digitalisierten Kirchenbücher der (ehemaligen) Kirchenbezirke Baden-Baden, Emmendingen, Lahr, Offenburg, Rastatt und Schopfheim werden seit gestern peu à peu veröffentlicht. Nachdem in den letzten Monaten (zehn-)tausende Kirchenbücher der Württembergischen, Berlin-Brandenburgischen, Bayerischen, Kurhessen-Waldeckischen und Lippischen Landeskirche sowie des Zentralarchivs Berlin (Kirchenbücher der historisch deutschen Ostgebiete) eingespeist wurden, ist nun wieder unsere Landeskirche an der Reihe. Archion veröffentlicht täglich unter dem Button „News“, welche Kirchenbücher online gestellt wurden, so dass man den Verlauf verfolgen kann.

Damit werden demnächst 6.660 von 7.300 Kirchenbüchern unserer Landeskirche durch das Kirchenbuchportal veröffentlicht sein. Es handelt sich dabei um die Bücher der Filme 1 bis 1086. Das Findmittel zu den Verfilmungen haben wir als PDF veröffentlicht, so dass die interessierten Nutzer sich selbst ein Bild darüber verschaffen können, welche Gemeinden ab Film 1086 noch folgen werden.

Dabei handelt es sich um reichlich 700 Dateien von Kirchenbüchern, die noch auf eine Prüfung und Lieferung warten. Anschließend folgen die (derzeit) 354 Familienbücher, die als Deposita im Landeskirchlichen Archiv aufbewahrt werden. Diese werden im Moment verfilmt und digitalisiert. Eine Einsicht in diese Bücher wird dann im Lesesaal „nur noch“ als Film (bzw. in naher Zukunft an Benutzer-PC‘s) stattfinden. Oder durch die Kirchenbuchportal GmbH, der die Familienbücher auch geliefert werden und die ja den von den Benutzerzeiten unabhängigen Zugriff am heimischen Rechner bietet ...

Als letzter Schritt werden fehlerhafte Dateien nachgearbeitet. Es handelt sich hierbei um (derzeit) 109 Dateien/Bücher. In Archion werden dann - so ist die Planung - in der ersten Jahreshälfte 2018 alle Bücher veröffentlicht vorliegen.
 

Ein noch immer aktuelles Stück kirchliche Zeitgeschichte – Die Sammlung zum KKW Wyhl

Dr. Gernot Losansky schrieb am 31.03.2017

Besetzung Wyhl (aus 158.05., Nr. 4)
Die Postkarte zeigt neben den Demonstranten auch die Staatsmacht (LkA KA 158.05, Nr. 4)
Ein noch immer aktuelles Stück Zeitgeschichte bildet die jetzt erschlossene Sammlung von Unterlagen zu den Auseinandersetzungen um den Bau eines Kernkraftwerkes in Wyhl in den 1970er Jahren, die von Pfarrer i. R. Günter Richter aus Freiburg i. Br., damals Pfarrer im benachbarten Weisweil, im Jahre 2008 an das Landeskirchliche Archiv abgegeben worden ist. Sie ist fortan unter der Bestandssignatur und dem Bestandsnamen Bestand 158.05. - KKW Wyhl (Sammlung Richter) recherchier- und einsehbar.

Die darin befindlichen Korrespondenzen kirchlicher Stellen zeugen von dem großen Engagement der Kirchen in diesem letztlich erfolgreichen Widerstand gegen das Bauprojekt und dokumentieren damit ein wichtiges Stück badischer kirchlicher Zeitgeschichte aus einer aufregenden Zeit!

Zahlreiche Presseausschnitte, Infomaterialien und Zeitschriftenartikel machen die Ereignisse darüber hinaus anschaulich und erlebbar.

Das zugehörige Findbuch ist online als PDF verfügbar.

 

Dokumente aus dem Leben von Pfarrer Ernst Münz (1915-1969) erschlossen

Dr. Gernot Losansky schrieb am 28.03.2017

Vorladung der Gestapo (150.108,Nr. 5)
Vorladung der Geheimen Staatspolizei Karlsruhe für Ernst Münz vom 25. Febr. 1940 [LkA KA, 150.108, Nr. 5]
Die Sammlung von Dokumenten aus dem Leben von Pfarrer Ernst Münz aus Durlach, welche im Februar 2016 aus dem Nachlass seiner Witwe dem Landeskirchlichen Archiv übergeben worden ist, ist fortan unter der Signatur 105.108. (Nachlass Münz, Ernst) als erschlossener Bestand im Lesesaal nutzbar.

Die darin enthaltenen Unterlagen spiegeln die Unterstützung der Bekennenden Kirche durch Ernst Münz in der Zeit des Nationalsozialismus wider, der aufgrund seiner ablehnenden Haltung und seines Widerstandes gegenüber dem NS-Regime zeitweise inhaftiert und schließlich erst nach dem Ende des Regimes in den badischen Pfarrdienst aufgenommen wurde.

So finden sich in den Unterlagen nicht nur Abschriften von zwei Flugblättern sowie das von ihm verweigerte Bekenntnis zum NS-Staat. Vielmehr zeugen sie auch von seinem aktiven Engagement in den Schülerbibelkreisen. Ergänzt und vertieft werden diese persönlichen Dokumente durch Zeitzeugenberichte seiner Witwe Ruth Münz (1919-2009) sowie seines Schwagers Dr. Gottfried Odenwald.

Auf diese Weise bildet der Bestand ein eindrückliches Beispiel für den kirchlichen Widerstand in Baden gegen den Nationalsozialismus und dessen Einflussnahme auf das kirchliche Leben. Er umfasst insgesamt 15 Akteneinheiten mit einem Umfang von 0,05 lfm. und einer Laufzeit von 1932 bis 2001. Das Findbuch ist als PDF online zugänglich. Zugleich findet sich eine Inhaltsübersicht in der Zentralen Nachlassdatenbank (www.nachlassdatenbank.de).
 

Markt der Möglichkeiten in der Landesmedienzentrale

Heinrich Löber schrieb am 21.03.2017
Eine Schülergruppe aus Mosbach stellte ihre Arbeit über den Sulzbacher Pfarrer Fritz Stihler (1911-1974; in Sulzbach 1948-1954) mit einem Plakat vor
Unser Archiv war am Freitag, den 17. März 2017, auf dem Markt der Möglichkeiten in der Landesmedienzentrale Baden-Württemberg mit einem eigenen Stand vertreten, der im Rahmen der 18. Karlsruher Tagung für Archivpädagogik stattfand.
Auf diesem Markt stellten neben Archiven auch Museen, Schulen und weitere Kultureinrichtungen ihre pädagogischen Angebote vor, präsentierten Materialien und Projekte zum Tagungsthema 'Religion in der Region' und standen für Gespräche zur Verfügung. Schülerinnen und Schüler präsentierten Ihre Arbeiten, die im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten 2016/17 entstanden sind.
Unser Archiv hat in diesem Zusammenhang auch seinen neuen Flyer ausgelegt, den wir hier präsentieren:

 
 

Die Urkundensammlung - klein, aber gehaltvoll

Dr. Gernot Losansky schrieb am 20.03.2017

Kaufvertrag der kurpfälz. Kirchengüterverwaltung mit Siegel
Urkunde über den Verkauf des ehemaligen Pfarrhauses in Wallstadt an Johann Brucher, Pfalzkeller zu Bruchhausen (1586) [LkA KA, Bestand 168., Nr. 32]
In der vergangenen Woche wurde im Rahmen eines Praktikums die Urkundensammlung neu erschlossen, die schon lange im Magazin auf ihre „Wiederentdeckung“ wartete. Es handelt sich dabei um 35 Archivalien verschiedenster Zeitstellung, ausgehend vom Ende des 15. Jahrhunderts bis in das eben erst begonnene 21. Jahrhundert. Mit ihrer Formierung zum neuen Bestand 168. Urkunden steht die Sammlung jetzt für die wissenschaftliche Forschung wie für die interessierte Öffentlichkeit zur Verfügung - das Findmittel haben wir als PDF veröffentlicht.

Trotz seines kleinen Umfanges gibt dieser Bestand sehr interessante Einblicke in ganz unterschiedliche Bereiche des kirchlichen Lebens und Handelns quer durch die Jahrhunderte. So finden sich darunter Kirchenverträge und Urkunden zu kirchlichen Bauvorhaben genauso wie Kauf- und Tauschverträge (siehe Foto). Hinzu kommen personenbezogene Dokumente, wie etwa Kollektenpatente, unter anderem für den Bau der reformierten Kirche in Karlsruhe von 1719 und 1721. Besonders hinzuweisen ist auch auf das reich verzierte Adelsdiplom für Elisabeth Offensandt von Berckholtz von 1887, deren Sohn Wilhelm 1909 das nach ihr benannte evangelische Pflegeheim in Karlsruhe stiftete.

Insgesamt ist es neben der thematischen Breite vor allem die beeindruckende Vielfalt an äußeren Gestaltungsformen, welche eine Beschäftigung mit diesem Bestand so spannend macht.

 

Pfarrarchiv Binau

Dr. Tabea Mußgnug schrieb am 14.03.2017
Vertreibung aus Schlesien
Vertriebene mit ihren Habseligkeiten
Das Pfarrarchiv Binau ist erschlossen - und barg eine kleine Überraschung: Unter Stapeln von alten Rechnungen fand sich ein gebundenes Buch ohne Aufschrift, in dem jeder einzelne in Binau 1945 und 1946 ankommende Flüchtling aufgelistet und die individuellen Lebensumstände festgehalten wurden. Dadurch erfährt man nicht nur die Namen der Flüchtlinge, sondern auch etwas über ihre Familien, welches Gepäck sie mitbrachten (bei vielen ist allerdings „ohne Gepäck“ vermerkt), wo sie vor ihrer Flucht wohnten, welche Berufe sie gelernt hatten, welche Namen ihre Kinder trugen und wer sie nun in Binau aufnahm. Ein einzigartiges Zeugnis der chaotischen Flüchtlingssituation in der Nachkriegszeit und ein Buch, das dem unübersichtlichen Flüchtlingsstrom Namen und Schicksale gibt.
 

Pfarrarchiv Mückenloch mit Dilsberg

Dr. Tabea Mußgnug schrieb am 21.02.2017

Dribbble-Profil
Evangelische Kirche Mückenloch (1930 erbaut)
Im Dezember und Januar widmete ich mich den beiden Pfarrarchiven Dilsberg und Mückenloch – beides benachbarte Orte im Odenwald.

Wieder einmal besonders berührt haben mich dabei die Einzelschicksale, die da in den Aktenbergen immer wieder auftauchen, besonders aus den ersten beiden Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg. Flüchtlingsfrauen aus Ostpreußen, die sich mit winzigen finanziellen Unterstützungen irgendwie durchschlagen mussten; eine alte Oma, die noch mit über siebzig und schlechten Augen für das halbe Dorf Flickarbeiten erledigte, um ihre Miete bezahlen zu können; Konfirmanden, die von der Kirche Geld für einen Konfirmandenanzug erbettelten. Das Leben war hart im Odenwald der 1950er Jahre - kein Petticoat und keine Milchbar in Sicht.

So können alte Akten auch immer wieder verklärte Geschichtsbilder geraderücken.
 

Unterlagen des Fördervereins Kindergottesdienst zugänglich gemacht

Azubi Angela Bystricky schrieb am 17.02.2017
Die neun Akten des Fördervereins Kindergottesdienst e.V. in einer Box
Die neun Akten des Fördervereins Kindergottesdienst e.V. in einer Box
An zwei Tagen wurden die Unterlagen des Fördervereins Kindergottesdienst e.V. als ein eigener Bestand archivisch erschlossen und stehen nun der interessierten Öffentlichkeit für eine Benutzung zur Verfügung. Voraussetzung dafür ist natürlich, bestehende Schutzfristen zu prüfen.
Dieser Förderverein ist eigenständig und  dem
Religionspädagogischen Institut (RPI) der Landeskirche angegliedert.
Die Unterlagen haben eine Laufzeit von 1989 bis 2016, bilden nun 9 Akten und entsprechen 0,1 lfm. (s. Foto). Die Akten enthalten Informationen über stattgefundene Veranstaltungen (v. a. Jubiläen und Tagungen) sowie Jahresbriefe an die Mitarbeitenden, Sitzungsprotokolle und Dokumente über die Gründung des Vereins im Jahre 1999. Zahlreich enthaltene Fotos ergeben ein anschauliches Bild von der Arbeit und Geschichte des Fördervereins.
Der Bestand trägt die Bestandssignatur 114.
 

Alles in einem. Neues Findbuch für Kirchen-, Familien- und Israelitische Standesbücher

Heinrich Löber schrieb am 3.02.2017
Die vertrauten zwei "Blauen Bände" werden fortan ersetzt durch das 956 Seiten umfassende schlauchgebundene Findmittel, das nun auch die neu verfilmten 335 Familienbücher umfasst. Im Hintergrund sieht man einen Teil des Bestandes der Ortssippenbücher
Nachdem nun der komplette Bestand aller Kirchen-, Familien- sowie Israelitischen Standesbücher verfilmt und digitalisiert vorliegt, ist ein lang gehegter Wunsch umgesetzt worden, ein gemeinsames Findbuch zu erstellten.
Mit ihm erhält man auf einem Blick die mit weitgehenden 'Enthält-Vermerken' erschlossene Überlieferung der verfilmten Kirchen-, Familien- und Israelitischen Standesbücher. Bei den Kirchenbüchern handelt es sich um den Komplettbestand unserer Landeskirche (7.300 Bücher); bei den Familienbüchern um den der 335 Bücher, die als Deposita in unserem Archiv aufbewahrt werden sowie der ca. 100 Bücher, die verfilmt wurden, aber in den Gemeinden liegen. Vor Ort schlummern weit mehr Familienbücher als hier aufgeführt sind. Die 95 Israelitischen Standesbücher befinden sich nicht in unserem Archiv, sondern es sind die Verfilmungen des Reichssippenamt, die die Landeskirche 1948 käuflich erwarb. Diese sind aber in einem schlecht lesbarem Zustand und wurden deshalb nicht digitalisiert.
In diesem Zusammenhang wurde das Findmittel - innerhalb der Gemeinden - in eine chronologische Ordnung gebracht. Rot markiert sind die Familienbücher, die derzeit verfilmt und digitalisiert werden. Durch die Suchfunktion lassen sich auch die Orte finden, die keine eigene Gemeinde hatten und in den Kirchenbüchern ihrer Matergemeinde zu recherchieren sind.
Bis Film 1086 sind alle Dateien an das Kirchenbuchportal geliefert und ein Großteil der Bücher online einsehbar. Um welche es sich dabei handelt, ergibt ein Blick in das Portal.
Für Genealogen sei hier auch auf unseren bemerkenswerten Bestand an badisch-evangelischen Ortsippenbüchern (OSB) verwiesen, der im Lesesaal des Archiv einsehbar ist. Er ist v. a. deshalb bedeutsam, weil er dutzende OSB enthält, die nur maschinenschriftlich als unveröffentlichte Manuskripte vorliegen. Auch dieses Findmittel haben wir als PDF online gestellt.
Sie sehen, es gibt vielfältige Angebote. Nutzen Sie sie und machen Sie vielleicht unerwartete Entdeckungen!
 
 

Familienbücher nun nicht mehr im Lesesaal

Heinrich Löber schrieb am 26.01.2017
LeereRegaleFamilienbücher
Die in diesen Regalen bisher vorhandenen 335 Familienbücher werden verfilmt/digitalisiert und fortan im Magazin aufbewahrt
Dem aufmerksamen Benutzer ist es längst aufgefallen: Die 335 Familienbücher, die in der Präsenzbibliothek des Lesesaals für eine Einsicht zur Verfügung standen, sind Stück für Stück verschwunden und nicht mehr an ihrem gewohnten Ort. In zwei Etappen werden diese verfilmt und digitalisiert und fortan ihren Platz im Magazin einnehmen. Die ersten 144 Familienbücher sind in dieser Woche verfilmt und digitalisert in unser Archiv zurückgekehrt und werden in den Bestand 'Abt. 155. Filme, Microfilme, verfilmte Bestände' aufgenommen. Es wird künftig auch ein gemeinsames Findmittel für die verfilmten Kirchen-, Israelitischen Standes- und Familienbücher geben, welches in den nächsten Tagen als PDF auf unserer Website veröffentlicht wird. Mit diesem Findmittel erfahren Sie auch, welche Familienbücher derzeit verfügbar sind. Unsere Vorstellung ist, dass Genealogen sowie anderweitig in den Kirchenbüchern Forschende unvermittelter auf die Familienbücher stoßen.
Die zweite Lieferung der verbliebenen 190 Familienbücher ist nun in Auftrag gegeben und es wird geraume Zeit (ca. 1/2 Jahr) dauern, bis diese dann (als Film) einsehbar sind.
In naher Zukunft (geplant 2018) werden die Digitalisate zudem an das Kirchenbuchportal geliefert, damit sie als herausragende kirchliche Quelle für die Forschenden auch vom häuslichen PC (gegen Gebühr) recherchierbar sind.
 

Grenzüberschreitende Familienforschung: Testphase des Kirchenbuchportals im Lesesaal ohne zusätzliche Gebühr!

Heinrich Löber schrieb am 13.01.2017

Evangelische Kirchenbücher jener Gebiete (blau hinterlegt; auch historisch deutscher Gebiete) sind testweise online auch in unserem Archiv einsehbar
Die Kirchenbuchportal GmbH ermöglicht den Archiven der beteiligten elf Landeskirchen eine testweise Nutzung ihres Angebots in den Lesesälen. Zu ihnen gehört auch unser Archiv. So ist es den Benutzer*innen unseres Archivs ab sofort möglich, Einsicht in online gestellte Kirchenbücher nicht nur der Badischen Landeskirche, sondern auch anderer Landeskirchen zu nehmen. Hintergrund dieser Testphase ist es, herauszufinden, ob sich dieses Angebot für die einzelnen Archive lohnt. Das Angebot gilt bis zum 19.09.2017.

Voraussetzung ist natürlich, dass die gewünschten Kirchenbücher bereits durch Archion online gestellt sind. Das kann man vom häuslichen PC aus über den Archion-Button "Browse" recherchieren.

Wie muss man sich das vorstellen? Im Lesesaal unseres Archivs gibt es derzeit einen ‚Benutzer-PC‘, an dem neben dem Scannen und Ausdrucken von Einträgen aus verfilmten Kirchenbüchern (unserer Landeskirche) fortan auch das Onlineangebot des Kirchenbuchportals zu Verfügung steht. Benutzer*innen, die in unser Archiv kommen wollen und eine Nutzung des Kirchenbuchportals wünschen, sollten das bei der Terminvereinbarung erwähnen, damit ihnen dieser Platz reserviert wird. Der Zugang zu Archion an diesem PC ist gerätegebunden, so dass kein Login vonnöten ist. Eine Nutzung dieses Angebots hat für die Benutzer*innen neben der Tages- und Reproduktionsgebühr für private genealogische Recherchen (Gebührenordnung) keine zusätzliche Gebühr zur Folge. Der auf das Archiv registrierte Zugang bietet Lese- und Download-Funktion, aber keine Nutzung des Forums und von UGC (= nutzergenerierten Inhalten).

Worin besteht der Vorteil? Mit diesem Angebot erhalten die Benutzer*innen luxuriöse Recherchebedingungen: Neben der ‚klassischen Einsicht‘ (verfilmter Kirchenbuchbestand unserer Landeskirche, Familienbücher, Ortssippenbücher (vgl. Findmittel), Deposita von Originalkirchenbüchern) sowie einer qualifizierten Unterstützung durch die Archivar*innen können nun die Benutzer*innen erstmals landeskirchengrenzüberschreitend in evangelischen Kirchenbüchern recherchieren. Und: Man kann das Portal testen, ohne sich einen eigenen Pass zu kaufen.

Gibt es Nachteile? Man muss zuvor einen Termin vereinbaren, sich auf den Weg in unser Archiv machen und die Recherche innerhalb der Benutzerzeiten durchführen. Ob das ein Nachteil darstellt, darauf muss jeder selbst eine Antwort finden.

Ob die Möglichkeit der Onlinerecherche nach Ablauf der Testphase bestehen bleibt, hängt von dem Zuspruch ab und wird erst nach ihrem Ende im September 2017 entschieden.